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Sogenannten Logicals begegnet man heute auf Schritt und Tritt. Es gibt sogar Magazine mit vorgefertigten Antwort-Rastern, die eine Lösung höchst einfach und komfortabel machen - die Fragen laufen stets nach dem gleichen Schema ab. Ursprünglich war das nicht ganz so einfach. Die Herkunft des Logicals liegt im Dunkeln. Fest steht nur, dass sich im Jahr 1962 an amerikanischen Universitäten folgende Frage wie eine Epidemie verbreitete: Wer trinkt Wasser und wem gehört das Zebra? Wer die Lösung kannte, behielt sie für sich und hütete sie wie ein Bankgeheimnis. Am triumphierenden Gesichtsausdruck konnte man die Wissenden allerdings jederzeit erkennen. Seitdem hat das Logical als Rätselform seinen Siegeszug um die Welt angetreten und ist eine der beliebtesten Spielarten für leidenschaftliche Knobler geworden. Wollen Sie es auch einmal versuchen? Nun denn - die Frage kennen Sie ja schon: Wer trinkt Wasser und wem gehört das Zebra? Die folgenden Feststellungen machen die Verhältnisse völlig klar:
Im mittleren Haus raucht man Zigaretten. Der Japaner wohnt rechts neben dem Pferdebesitzer. Der Engländer ist Nichtraucher und durch das weiße Haus vom Franzosen getrennt. Der Norweger trinkt Tee. Der Milchtrinker hält einen Hund und ist linker Nachbar des Pfeifenrauchers. Der Zigarilloraucher wohnt rechts vom blauen Haus. Der Deutsche ist der linke Nachbar des Japaners und Safttrinker. Das gelbe Haus steht rechts vom grünen. Der Herr im roten Haus hat eine Katze. Der Zigarrenraucher trinkt keinen Kaffee. Der Besitzer des Esels wohnt im ersten Haus und der Deutsche im gelben. Alles klar? Dann viel Spaß...
LÖSUNG: Der Japaner trinkt Wasser und das Zebra gehört dem Norweger.
Haus 1: Engländer - blau - Esel - Kaffee - Nichtraucher
Haus 2: Norweger - weiß - Zebra - Tee - Zigarillo
Haus 3: Franzose - grün - Hund - Milch - Zigaretten
Haus 4: Deutscher - gelb - Pferd - Saft - Pfeife
Haus 5: Japaner - rot - Katze - Wasser - Zigarre
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DAS JOSEPHUS-PROBLEM
Viele mathematische Rätsel und Denksportaufgaben sind uralt, ihre Herkunft liegt im Dunkeln. Sie tauchen in den verschiedensten Ländern in unterschiedlichster Darstellung auf, aber ihr mathematischer Inhalt ist stets der gleiche. So auch beim Josephus-Problem. Es stellt eine weithin bekannte Abzählaufgabe dar. Mal wird sie mit Christen und Islamiten, mal mit Schwarzen und Weißen, mal mit Japanern und Chinesen erzählt. Wir nehmen Hethiter und Sumerer, um jeder Parteilichlichkeit zu entgehen.
30 Personen - je 15 Hethiter und Sumerer - befanden sich auf einem Papyrusboot, das sich allmählich mit Wasser vollsog. Es war klar, dass es bald nur noch die Hälfte der Personen tragen konnte, ohne unterzugehen. Die Hälfte der Besatzung musste also von Bord. Man beschloss, die Unglücklichen in einem Abzählverfahren zu ermitteln. Einer der Sumerer schlug vor, jedem eine Nummer zuzuteilen, die Männer dann in der Reihenfolge der Nummern im Kreis Platz nehmen zu lassen und mit dem Abzählen zu beginnen. Jeder Neunte sollte das Boot verlassen.
Man akzeptierte den Vorschlag, und der Sumerer, der ihn gemacht hatte, sollte die Verteilung der Nummern vornehmen. Da sich Hethiter und Sumerer nicht gerade wohlgesonnen waren, trachtete er danach, die Nummern so geschickt zu verteilen, dass nach dem Abzählen alle Hethiter ins Wasser mussten, währen alle Sumerer im Boot bleiben konnten. Er selbst reservierte sich die Nummer eins und begann auch bei sich mit dem Abzählen.
Wie musste der schlaue Sumerer die Nummern verteilen, dass beim fortlaufenden Abzählen alle Hethiter nacheinander aussortiert wurden?
LÖSUNG: Wenn man Hethiter mit H und Sumerer mit S bezeichnet, sieht die Platzverteilung folgendermaßen aus: S - S - S - S - H - H - H - H - H - S - S - H - S - S - S - H - S - H - H -S - S - H - H - H - S - H - H - S - S - H.
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SCHWARZARBEIT
Die Arbeitslosenquote ist erschreckend hoch, wie jeder weiß. Wie ebenfalls jeder weiß, hat die Schwarzarbeit gravierende Ausmaße angenommen. Ein Schelm, wer da Zusammenhänge sieht. Offenbar scheinen aber jede Menge Menschen Vorteile aus dieser Konstellation zu ziehen, sonst wäre sie nicht in diesem Maß denkbar.
Einer meiner Bekannten hat mir neulich gestanden, dass er seine Terrasse zum günstigen Feierabendtarif neu hat fliesen lassen. Nur 780 Euro hat ihn die ganze Arbeit gekostet - sicher die Hälfte des normalen Handwerkerpreises, wie er ziemlich unverhohlen meinte. Alfons und Bruno hießen die beiden schwarzen Schafe, die das Geld einsteckten, ohne dem Staat zu geben, was des Staates ist.
Als ich Näheres wissen wollte, erzählte mein Bekannter: Na ja, Alfons war der Fliesenleger und Bruno sozusagen sein Handlanger. Deshalb hat Alfons auch mehr bekommen als sein Kumpel, ist doch klar, Spezialisten sind teurer. Gearbeitet wurde immer abends von halb sechs bis halb zehn; im Sommer ist es ja lange hell. Alfons hat mich pro Stunde 15 Euro gekostet... drei Euro mehr als Bruno. Meistens kamen die beiden zusammen, an manchen Tagen kam aber Alfons allein und arbeitete solo. Das war schon in Ordnung, weil er ja als Fliesenleger ohne seinen Handreicher auskommen konnte. Bruno war nie allein da... hätte auch keinen Sinn gehabt, denn ohne seinen Chef hätte er sowieso nichts tun können. Jedenfalls bin ich mit den beiden wirklich zufrieden gewesen... sie haben gut gearbeitet, die Nachbarn haben nichts gemerkt, und ich habe Geld gespart. Na ja, so ganz wars nicht in Ordnung, aber heute versucht doch jeder zu sparen.
Als ich dann aber wissen wollte, wie viele Tage jeder der beiden Schwarzarbeiter bei ihm gearbeitet hatte, schwieg sich mein Bekannter aus - so viel Neugier hatte ihn misstrauisch gemacht. Nun stehe ich da, so unwissend wie zuvor. Aber Sie können bestimmt sagen, wie viele Tage die beiden jeweils da waren!
LÖSUNG: Die Arbeiten haben 780 Euro gekostet. Für einen gemeinsamen Arbeitstag haben Alfons und Bruno 108 Euro bekommen ( 4x15 + 4x12 ¤ ). Teilt man den Gesamtbetrag durch den gemeinsamen Tagesverdienst, erhält man 7,22. Alfons muss also mehr als 7 Tage, Bruno muss weniger als 7 Tage gearbeitet haben. Die einzige mathematisch mögliche Kombination lautet Alfons 9 Tage = 540 Euro und Bruno 5 Tage = 240 Euro.
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CLUB DER DETEKTIVE
Sir Arthur Conan Doyle schuf mit Sherlock Holmes den Urvater aller Detektive. Es gibt freilich noch andere, nicht weniger berühmte und erfolgreiche Kriminalisten in der Literatur. Gleich zwei dieser schlauen Köpfe schuf Agatha Christie mit Miss Marple und Hercule Poirot, dessen kleine graue Zellen geradezu sprichwörtlich wurden.
Agatha Mary Miller, wie sie eigentlich hieß, wurde zur erfolgreichsten englischen Schriftstellerin des 20. Jahrhunderts. Zunächst Sängerin, arbeitete sie anfangs des 1. Weltkriegs als Rotkreuz-Schwester. 1920 erschien ihr erster Kriminalroman, und von da an schrieb sie jedes Jahr zwei Bücher. Mit mehr als 250 Millionen Gesamtauflage ist ihr Oevre eins der meistverbreiteten. Neben den Krimis schrieb sie auch Kurzgeschichten und Bühnenstücke, unter anderem Die Mausefalle, die seit der Uraufführung 1952 ununterbrochen in einem Londoner Westend-Theater läuft - ein einsamer Weltrekord! Agatha Christie wurde mit dem Orden des British Empires ausgezeichnet und später von der englischen Königin geadelt. Es lohnt sich also offenbar, gute Krimis zu schreiben.
In London gibt es übrigens einen Club der Detektive, was nicht weiter verwundert, denn London ist die Welthauptstadt der Clubs. Der Club heißt aber nicht etwa so, weil sich hier hauptamtliche Fahnder vergnügen. Hier finden sich private Liebhaber von Detektivgeschichten zusammen, und an jedem offiziellen Clubabend hat einer die Aufgabe, einen kniffligen Fall zu erzählen, den die anderen lösen müssen.
Vor wenigen Jahren mussten die Clubräume renoviert werden. Die Kosten von 20400 Pfund sollten gleichmäßig auf die Mitglieder umgelegt werden. Vier der Hobbydetektive erschien das aber zu teuer. Sie protestierten - vergeblich - und kehrten schließlich dem Club den Rücken. Das bedeutete, dass die anderen nun pro Kopf 170 Pfund mehr aufbringen mussten.
Das heißt ferner, dass ich Sie nun frage, wie viele Mitglieder der Club ursprünglich hatte...
LÖSUNG: Der Club hatte ursprünglich 24 Mitglieder.
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